Mittwoch, 5. Oktober 2016

All about the Bride

Bereits zwei Monate nach der Verlobung ging es in den ersten Brautmodenladen – nur mal umschauen. Dabei sollte es aber wirklich auch bleiben! Nein ich habe nicht im ersten Laden mein Kleid gefunden, mich unheimlich verliebt und nie wieder ein anderes anprobiert. Schon allein aus dem Grund weil ich es ausnutzen wollte! Ich wollte all diese tollen Kleider probieren, in den verschiedensten Läden gustieren, Sekt trinken und mich dann in ein Kleid verlieben. Diese wunderbare Vorstellung wurde bereits bei der ersten Anprobe zerstört. Nicht falsch verstehen natürlich hatte ich mächtig Spaß dabei aber man unterschätzt wirklich wie anstrengend solche Anproben sein können. Nicht nur für die Braut auch als Begleiter ist es anstrengend. 

 

Die frühzeitige Suche machte mir zwar Spaß aber verunsicherte mich nur in dem was ich wollte. Ich musste es für mich nochmal überdenken und vor allem wollte ich abwarten wo denn das große Fest stattfinden sollte. Ohne Location für ein Kleid entscheiden finde ich wahnsinnig schwierig. 



Hätte ich das gemacht, wäre ich mit einem 5m Schleppe beim Pfarrwirt eingezogen und hätte wahrscheinlich bei allen Gästen für Kopf schütteln und Verwunderung gesorgt. Die Märchenprinzessin wollte ich hinten im Schrank lassen so fiel ein Kleid aus Spitze und Tüll für mich vollkommen weg. Ich suchte nach einem großen Ballkleid, mit schweren eleganten Stoff, etwas Glitzer, schulterfrei und mit Taschen - ja die Taschen waren für mich besonders wichtig!


Am Ende stand ich bei meiner zweiten Anprobe beim Flossmann und trug ein Kleid – champagner/rosefarben mit Taschen, schwerer Stoff (ja ich nenne das so), schulterfrei, mit aufgenähten Glitzerdetails, kleiner Schleppe und bezaubernden Knöpfen auf der Rückseite. Ich wusste irgendwie, dass es mein Kleid ist aber konnte mich einfach nicht wirklich festlegen. So wartete ich ab – wir fixierten die Location und nach und nach fügt sich alles so zusammen. 



Ich weiß es noch als wäre es gestern gewesen – ich spazierte an einem warmen Sommertag 2015 durch die Stadt, ging extra noch einen Umweg um an dem einen Brautmodengeschäft vorbeizugehen und da hing es! Das Kleid, dass ich vor Monaten probiert hatte und es war noch schöner als in meinen Erinnerungen. Dann ging plötzlich alles ganz schnell und meine Mutter und ich machten Mitte Juni einen zwanglosen Besuch im Brautladen und schon war das Kleid bestellt. Am Heimweg gingen wir spaßhalber bei Jimmy Choo vorbei und als die Verkäuferin das Wort „Sale“ in dem Mund nahm, hatte ich auch schon meine Brautschuhe in der Hand.




Von meiner unsterblichen Liebe zu den Ohrringen habe ich euch ja bereits hier berichtet. Es sind die goldenen Miu Miu geworden und ich muss sagen – ich liebe sie immer noch jedoch taten sie mir richtig weh, da es Clipohrringe sind.


Nachdem Shooting wanderten die Ohrringe in die Handtasche, da ich von ihnen leider richtig schlimmes Kopfweh bekam.



Da die Ohrringe sehr groß waren, entschied ich mich auf eine Kette zu verzichten und stattdessen noch ein Armband oder Armreifen zu tragen. Ich muss ja gestehen, dass in den letzten Jahren meine Leidenschaft für Armreifen neu entfacht ist – sie passen einfach so viel besser zu mir! Den Armreif bekam ich von meiner Urgroßmutter geschenkt – ein echtes „altes“ Erbstück also. 



Für den Fall, dass es kalt ist, habe ich mir eine unechte Vintage Pelzstola gekauft – da es aber so warm war, kam diese leider gar nicht zum Einsatz. Außerdem habe ich mich auch für eine Brauttasche entschieden – jaja meine kleine Louis Vuitton Leidenschaft kam durch – diese sieht man natürlich nicht auf den Fotos. 




Dasselbe Spiel wie beim Brautkleid, spielten wir auch beim Schleier und Headpiece durch. Ich habe überlegt, meine Meinung jeden Monat geändert und war nie wirklich zufrieden mit meiner Entscheidung. Dann besuchte ich Niely Hoetsch – die Meisterin der Headpieces – in ihrem Atelier und zack war mir klar es muss ein Headpiece mit kurzen Schleier – auch Blusher genannt – werden.


Die liebe Niely machte sich gleich ans Werk und fertigte mir zwei Haarreifen an – ich entschied mich klarere Weise für den, der einem Diadem am nächsten kam :D ! Mir war übrigens schon bei der ersten Anprobe klar, dass ein langer Schleier für mich nicht in Frage kommen würde – das machte mich einfach viel zu jung und heilig.



Abschließend muss ich noch meinen bezaubernden Brautstrauß erwähnen – das wohl wichtigste Accessoire der Braut ;)! Ich wollte unbedingt einen „wilderen“ Strauß haben und ganz wichtig waren auch Gartenrosen. Diese Rosen sind wohl der beste Pfingstrosen- Ersatz! Dazu mischten sich Lisianthus, Dahlien und das Grüne drum herum ist Eukalyptus. Ich war überwältigt als ich meinen Brautstrauß in der Früh ins Hotel geliefert bekam – er war genauso wie ich ihn mir vorgestellt hatte! Eigentlich wollte ich den Brautstrauß ja nicht trocknen aber da ich wegwerfen und verwelken lassen auch schade fand, steht er nun getrocknet in der goldenen Vase im Wohnzimmer. Und wisst ihr was? Die Rosen riechen immer noch – unglaublich! 




 
Ich hoffe mit diesem offenen Post allen Bräuten ein bisschen die Angst vor der Brautkleidsuche zunehmen. Sie war auch für mich nicht einfach und zwischenzeitlich habe ich echt überlegt mir einfach ein weißes Kleid beim H&M zu kaufen und dafür richtig teure Accessoires zuzulegen. Nehmt euch die Zeit und überlegt was ihr wollt – was wollt ihr an dem Tag ausstrahlen?! Durchforstet Pinterest und Hochzeitsblogs, probiert alle möglichen Arten von Kleidern an und vergesst nicht, dass ihr euch an eurem Tag wohlfühlen und nicht verstellen sollt. Viel Spaß und gute Nerven bei der Suche ;)! 

Nächste Woche zeige ich euch den Blumenschmuck, die Torte und viele andere Details.

Brautkleid: Pronovias
Headpiece und Blusher: Niely Hoetsch
Brautschuhe: Jimmy Choo
Styling: Feengleich
Brautstrauß: von Feichtinger Blumen
Verlobungsring: Tiffany & Co
Eheringe: Cartier
Ohrringe: Miu Miu
Armreifen: Vintage

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