Mittwoch, 8. April 2015

Fifty Shades of a bride to be - Die Gedanken einer (frisch) Verlobten

Heute möchte ich mit euch meine Gedanken zu meiner Verlobung teilen!
Was macht eine zukünftige Braut, eine bride to be, so durch? Was ist wichtig für die Planung und wie fühlt sich das alles für sie an?

Dies hier ist mal der erste Vorgeschmack - den 2. Teil findet ihr jetzt auf Oh Darling, let's celebrate vor.

2 Tage danach: Oh Mann! Jetzt ist es also wirklich passiert. Wie sehr habe ich diesen Tag ersehnt!? Diesen einen besonderen Tag an dem ER auf die Knie geht und mich darum bittet seine Frau zu werden. Ja, Simone de Beauvoir dreht sich grad im Grabe um und jede Feministin verdreht jetzt die Augen. Aber das ist mir ganz egal! Ich bin eben so eine Frau und ich habe schon als kleines Kind am liebsten „Heiraten“ gespielt. Ich war natürlich großteils die Braut – sonst gab’s halt eine Doppelhochzeit, wenn die beste Freundin auch Braut sein wollte. Ich finde es schön, wenn man einen Menschen so sehr liebt, dass man den Rest seines Lebens mit ihm verbringen will. Natürlich habe ich auch andere Träume abseits vom Heiraten und „Kinder bekommen“, aber momentan ist das nicht relevant. Ich zittere ja immer noch, mein Herz hört gar nicht auf zu rasen und einen klaren Gedanken kann ich schon gar nicht mehr fassen.



So organisiert und durchdacht wie ich sonst bin, schafft es dieser Antrag mich völlig aus dem Konzept zu bringen. Die Details meines Antrages werde ich jetzt zwar für mich behalten aber so viel kann ich euch schon erzählen – er wurde ohne Ring gemacht. Wir sind jedoch danach zu Tiffany gegangen und haben einen ausgesucht. Oder sagen wir eher so: Körperlich war ich anwesend, seelisch war ich irgendwo in der Südsee an einem rosafarbenen Strand. Ich war so derartig perplex, dass ich mit zerlaufenem Make-up und einem wahnsinnig alten, nicht mehr all soooo schönen Pullover plötzlich bei Tiffany stand und mir dachte: „Gott sei Dank hab ich mir die Haare gewaschen!“. Jahrelange Planung einfach dahin. Ich wollte doch die perfekte Maniküre haben, ein wunderschönes Kleid tragen und einfach wie die perfekte Frau aussehen!? Ich sag‘s euch – VERGESST ES! 1. Ist es in diesem Moment alles nebensächlich und 2. NA UND? Er heiratet mich! Mit all meinen Schwächen und Fehlern und nicht ein perfektes Barbie-Püppchen! Also stand ich nun dort bei Tiffany am Kohlmarkt, mit meinem alten schwarzen Pulli, einer Jeans, ohne jeglichen Schmuck und unlackierten, halbwegs gefeilten Fingernägeln. Wenigstens waren die Haare schön geföhnt und ich war etwas geschminkt, den Rest habe ich beim Heulen sozusagen wieder selbst entfernt. Ja ich war ja schon immer sehr emotional, aber an diesem Tag hat mich einfach alles und jeder gerührt und zum Weinen gebracht. 


Mein Freund, ich korrigiere mein VERLOBTER hatte ein wunderschönes lilafarbenes Hemd an und eine sportlich elegante blaue Hose - der wusste ja was er tut und konnte sich drauf vorbereiten. Die anderen Damen bei Tiffany, die eben ihre Eheringe aussuchten, waren behängt von oben bis unten mit Schmuck. Sie haben sich ihr hübschestes Röckchen angezogen und überzeugten in edlen Blusen – die wussten ja auch wo sie hingingen. Okay, nein, so unfair war mein Schatz auch nicht. Aber als er sagte: „Wir gehen jetzt zu Tiffany“, dachte ich nicht daran mich herauszuputzen! Ich überlegte mir nur den schnellsten Weg dorthin :P . Und nun ist es einen Tag her und ich sitze da und starre völlig entgeistert meinen leeren Finger an. Ja, Tiffany hat nur Ringgröße 6 im Angebot. Wer’s größer oder kleiner braucht muss warten – in meinem Fall sogar 10-14 Tage. Die längsten Tage meines Leeeeebens!!!

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